NIKOLA KÖSTLIN
HEILPRAXIS GERSWALDE, UCKERMARK


Hintergrund

In diesem Kapitel möchte ich Ihnen nähere Informationen zur Lehre der chronischen Krankheiten/Miasmatik sowie den Grundlagen der klassischen Homöopathie nach S. Hahnemann geben.

Lehre der chronischen Krankheiten/Miasmatik

S. Hahnemann, der Begründer der Homöopathik (er selbst nannte sein Heilsystem Homöopathik, nicht Homöopathie), hat die Lehre der chronischen Krankheiten entwickelt. Er stellte fest, dass die einzelnen Krankheitserscheinungen nicht als voneinander unabhängige eigene Erkrankungen zu betrachten sind, sondern als zueinander gehörige Teile eines tiefer liegenden „Urübels“ (Miasma) anzusehen sind. Dahinter steht keine chronische Krankheit im schulmedizinischen Sinn, sondern ein sich zunehmend verschlechternder Gesundheitszustand bzw. ein chronischer Prozess, der den Organismus zu den jeweiligen Krankheitsäußerungen zwingt. So haben akute Beschwerden meist ihren eigentlichen Ursprung in einer chronischen Störung des Organismus.

Für eine dauerhafte Genesung ist es nicht ausreichend, nur eine Arznei zu wählen, die die akute Symptomatik abdeckt, sondern die ausgesuchte Arznei muss eine bestimmte Wirktiefe besitzen. Sie muss mit ihrer Heilkraft den Urgrund des Krankheitsgeschehens erfassen können. Diese Kraft besitzen nur bestimmte homöopathische Arzneimittel. Für die Behandlung der chronischen Erkrankungen ist es sehr wichtig, die jeweiligen Vorerkrankungen des Patienten und seiner Vorfahren – soweit wie möglich – zu eruieren.

Schüler von S. Hahnemann wie J.H. Allen und J.C. Burnett erweiterten seine Lehre, indem sie eine Vererbbarkeit der chronischen Krankheiten (Misamen) feststellten.

Meine Buchtipps:

Grundlagen der klassischen Homöopathie

Die Grundprinzipien der homöopathischen Heilkunst, einer seit 200 Jahren bewährten, ganzheitlichen Therapiemethode, wurden von dem deutschen Arzt und Chemiker, Dr.med.habil. Samuel Hahnemann (1755 – 1843) formuliert.

Ähnlichkeitsgesetz

Zutiefst unzufrieden mit den damals herrschenden medizinischen Verhältnissen wurde die Suche nach einem sicheren Therapieverfahren zu seinem Lebensziel. So stieß er in seinem unablässigen Forschen auf das Ähnlichkeitsgesetz: Similia similibus curentur – Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt, das bereits in der Antike bekannt war. Hahnemann war jedoch der erste, der den Similesatz zum Prinzip einer sicheren Heilkunst gemacht hat und ein eigenständiges Medizinsystem basierend auf in sich schlüssigen, klaren Heilgesetzen geschaffen hat.

Grundlage der Homöopathie ist demnach das Ähnlichkeitsgesetz.
hómoion (griech.) = ähnlich
páthos (griech.) = Leiden
Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.

So formulierte Hahnemann (Organon der Heilkunst, 6. Auflage, Haug Verlag):

„Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll !“

Dementsprechend heilt eine Substanz, die bei einer gesunden Person Symptome hervorruft, ebendiese Symptome bei einem Kranken.

Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen (AMP)

Des weiteren schuf Hahnemann eine neue Methode der Arzneierforschung, nämlich die Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen (AMP). Das damalige empirische, spekulative Arzneiwissen befriedigte ihn keineswegs. Mit der Arzneimittelprüfung am Gesunden führte er ein neues Prinzip für ein zuverlässiges Arzneiwissen in die Medizin ein. Hierbei nimmt ein Gesunder eine Arznei ein und entwickelt nach einiger Zeit Symptome, sozusagen Vergiftungsanzeichen oder wie Hahnemann es nannte: „ Die Symptome einer Arzneimittelprüfung“. Somit ist die Arzneimittelprüfung die Grundlage der Arzneimittelkenntnisse. Diese Kenntnisse werden erweitert durch Beobachtungen aus dem Bereich der Toxikologie. Die Symptome, die ein gesunder Mensch bei Einnahme einer Substanz an sich erfahren hat, werden, gemeinsam mit den Symptomen der anderen Prüfer, schriftlich festgehalten. Die gesammelten Beobachtungen der geprüften Substanz ergeben dann das sogenannte „Arzneimittelbild“.

Aufgabe des Homöopathen ist es nun, die in den Prüfungen wahrgenommenen Symptome mit den jeweiligen Krankheitszeichen des Patienten zu vergleichen und so das ähnlichste Arzneimittel für den Kranken zu finden.

Darüber hinaus stellte Hahnemann nach langjährigem Experimentieren fest, dass die verabreichten Arzneimittel an Heilkraft zunahmen, je mehr sie verdünnt und verschüttelt wurden und gleichzeitig deren toxikologische Wirkung und damit deren Nebenwirkung nachließ. Diesen Vorgang nannte er Dynamisierung oder Potenzierung (Kraftentfaltung). Mithilfe dieses Verfahrens konnten auch materiell unwirksame Rohstoffe, wie z.B. Kochsalz, Kupfer und Gold zu wertvollen tief wirkenden Arzneien aufgeschlossen werden.

Miasmatik

Jedoch beobachtete Dr. Hahnemann, dass die nach der Symptomen – Ähnlichkeit ausgewählten Arzneien einerseits bei akuten Erkrankungen eine Heilung herbeiführten, andererseits reichte in vielen Fällen ein kleiner Auslöser, wie z.B. Ärger, Kummer, Stress, Verkühlung u.ä. und das Leiden kehrte zurück – nun jedoch umso hartnäckiger. Hahnemann zweifelte nicht an den von ihm erforschten Prinzipien der Homöopathie. Jedoch war sein Ziel, eine dauerhafte Genesung seiner Patienten.  Durch sein unablässiges Forschen kam er nach zwölf Jahren zu der Erkenntnis, dass diesen wiederkehrenden Beschwerden eine gemeinsame Quelle zugrunde liegen muss. Er stellte fest, dass die einzelnen Krankheitserscheinungen nicht als voneinander unabhängige eigene Erkrankungen zu betrachten sind, sondern als zueinander gehörige Teile eines tiefer liegendes „Urübels“ (Miasma) anzusehen sind. Aufgrund dieser Beobachtung entwickelte er die Lehre der chronischen Krankheiten.

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